Freitag, August 14, 2026

Neue Studie: Scham, Stigma und unsere Kultur bringen männliche Opfer zum Schweigen

1. Eine neue Studie der George-Mason-Universität im US-Bundesstaat Virginia bestätigt die Gründe, weshalb männliche Opfer von Partnerschaftsgewalt Dritten nicht davon berichten:

Männer suchen nach Erfahrungen von Gewalt in der Partnerschaft seltener Hilfe als Frauen. Neue Forschungsergebnisse der George Mason University zeigen, dass die wichtigsten Hindernisse darin bestehen, die Gewalt als private Angelegenheit zu betrachten, Angst vor Vergeltung, Scham und die Sorge, dass ihnen nicht geglaubt wird.

In dieser Studie untersuchte die Postdoktorandin Lyric Russo diese Hindernisse über ethnische Gruppen hinweg, um Forschungslücken in diesen unterrepräsentierten Bevölkerungsgruppen zu schließen.

"Indem wir die Perspektiven von Männern unterschiedlicher ethnischer Herkunft in den Mittelpunkt stellen, unterstützen die Ergebnisse ein inklusiveres Verständnis von Gewalt in der Partnerschaft und unterstreichen die Bedeutung trauma-informierter, kulturell sensibler und geschlechterinklusiver Interventionen, die den Zugang zu bestehenden Diensten und die Beteiligung daran erweitern", sagte Russo, Erstautorin eines kürzlich in [der Fachzeitschrift] Psychology of Men & Masculinities veröffentlichten Papers.

(…) Laut den Centers for Disease Control berichten 44 % der Männer, Opfer von Partnerschaftsgewalt zu sein, doch viele dieser Männer erhalten keine Unterstützung. Dies unterstreicht die Bedeutung, die Hindernisse bei der Hilfesuche zu verstehen.

"Indem wir die Herausforderungen bei der Suche nach Unterstützung identifizieren, können die Ergebnisse dazu beitragen, effektivere und inklusivere Dienste für diverse Gruppen männlicher Opfer zu entwickeln", sagte Hines, Elisabeth Shirley Enochs Endowed Professor of Social Work.

"Ohne gezielte Forschung können Interventionen und Unterstützungsdienste die Erfahrungen und Bedürfnisse männlicher Opfer möglicherweise nicht widerspiegeln", sagte Russo.

Was sind die detaillierten Studienergebnisse?

- Über alle ethnischen Kategorien hinweg war die Auffassung, Missbrauch sei eine private Angelegenheit, das häufigste Hindernis bei der Hilfesuche.

- Lateinamerikanische Männer äußerten signifikant häufiger Bedenken, dass Scham oder Peinlichkeit ein Hindernis darstellen.

- Schwarze Männer berichteten seltener von der Sorge, dass ihnen nicht geglaubt werde.

- Weiße Männer berichteten häufiger von Schwierigkeiten, ihre Erfahrungen als Missbrauch zu bezeichnen.




2. Jetzt nachdem sich mit Collien Fernandes eine Frau als Opfer Elterlicher Entfremdung geäußert hat, führt der STERN ein ausführliches Interview mit einer Familienberaterin zu diesem Problem.



3. Der SPIEGEL veröffentlicht einen Artikel mit der Überschrift Wie wir unsere Jungs in Freibädern besser schützen. Er beginnt mit einer Lüge:

Ich weiß, was Sie jetzt denken: Hä? Was ist denn das für eine schräge Idee? Wie schützen wir unsere Jungs in Freibädern? Wenn, dann sollten doch unsere Töchter in Freibädern geschützt werden!


Du weißt nicht was ich denke, Alexandra. Was ich tatsächlich denke, ist selbstverständlich: Seit wann interessiert man sich beim SPIEGEL denn für das Wohlergehen von Jungen und Männern stat ausschließlich Mädchen und Frauen?

Der Artikel macht auch recht schnell klar, dass es nur wieder um das übliche Männerbashing geht. Geschützt werden müssen die Jungen nämlich … vor ihren Vätern, die die SPIEGEL-Autorin als "Wasserrambos" beschimpft und denen sie unterstellt, dass sie ihren Söhnen Angst machen würden. Im späteren Verlauf des Artikels schreibt die Autorin von einem "absurd veralteten und gleichzeitig bizarr aktuellen Männerbild", ohne sich auch nur im Ansatz klar darüber zu werden, wie sehr sie es selbst gerade bedient.



4. Einen weiteren Frauen-sind-bessere-Menschen-Artikel zerpflückt heute Christian Schmidt: "Frauen sind das praktischere Geschlecht, das merkt man an ihren Texten".



5. "Die CDU hat Männer zwischen 40 und 60 fast aufgegeben", berichtet der Bildzeitungs-Chefredakteur Paul Ronzheimer beiläufig in seinem aktuellen Podcast zur bevorstehenden Wahl in Sachsen-Anhalt (Minute 9).



Genderama existiert seit über 20 Jahren – unabhängig und ausschließlich finanziert durch Menschen wie dich. Wenn du meine Arbeit unterstützen und sicherstellen möchtest, dass es Genderama weiterhin gibt, freue ich mich über eine Überweisung auf mein Konto bei der Nassauischen Sparkasse, IBAN: DE43510500150393039906, oder an PayPal über den Spendenbutton auf der Blogroll rechts. Ganz herzlichen Dank euch allen!



kostenloser Counter