Dienstag, Februar 17, 2026

Wenn Männer streiken würden

Eine feministische Schnapsidee, die nicht totzukriegen ist, ist ein "weltweiter Frauengeneralstreik", der auch für den kommenden 8. März wieder ausgerufen wird. Keinen dieser bisherigen Streiks hat man bislang aufgrund irgendwelcher Konsequenzen wirklich bemerkt. Aber wie würde es aussehen, wenn sämtliche Männer in den Streik treten würden? Wäre eine Welt ohne Männer wirklich viel schöner, wie so manche Feministin tönt? Wenn anerkannte Verlage wie Rowohlt Bücher wie "Ich hasse Männer" veröffentlichen, müsste eine Welt, aus der sich diese Spezies zurückzieht, doch das reinste Paradies sein? Wie dieser Garten Eden aussehen würde, verrät ein reizvolles Gedankenexperiment aus den USA über einen hypothetischen Generalstreik sämtlicher Männer; die genannten Zahlen dürften hierzulande nicht wesentlich anders sein.



Zunächst einmal würde das gesamte Stromnetz zusammenbrechen. 100% der Betreiber von Kraftwerken, der Verteilnetzbetreiber und der Disponenten sind Männer. Es mag sein, dass es einige Frauen in diesen Berufen gibt, doch selbst wenn, stellen sie nicht einmal 1 % der Gesamtbelegschaft – statistisch betrachtet ist die Belegschaft also vollständig männlich.

91 % der Elektroingenieure des Landes sind Männer. Wenn sie nicht zur Arbeit erscheinen, gibt es niemanden, der die Stromversorgung überwacht und steuert. Selbst wenn für einen Tag irgendeine Automatik (natürlich von Männern entwickelt) einspringt, bleibt zu hoffen, dass nichts schiefgeht. 97,6 % der Monteure und Wartungskräfte für Stromleitungen sind Männer.

Licht aus, meine Damen.

Auch den Wasserhahn brauchen Sie gar nicht erst aufzudrehen. Oder die Toilette zu spülen. 95,5 % der Betreiber von Wasser- und Abwasseraufbereitungsanlagen sind Männer.

Vielleicht denken Sie, Sie könnten für den einen Tag, an dem Männer nicht erscheinen, die Stadt verlassen?

Vergessen Sie es.

Flugzeuge fallen aus.

95,9 % der Piloten und Flugingenieure sind Männer. Sollten Sie ein Flugzeug mit einer Pilotin finden, freuen Sie sich nicht zu früh: 98,4 % der Flugzeugmechaniker und Servicetechniker sind Männer. Immerhin können Sie sich Ihres Komforts sicher sein, während Sie in einem Flugzeug ohne Piloten sitzen, das mangels Mechaniker keine Startfreigabe erhalten hat – denn 77,6 % der Flugbegleiter sind Frauen.

Sollten Sie das Glück haben, sowohl eine Pilotin als auch eine Technikerin zu finden, die den Start ermöglicht, bleibt ein weiteres Problem: Statistisch gesehen sind 0 % der Fluglotsen und Spezialisten für Flugfeldbetrieb Frauen.

Das heißt natürlich nicht, dass es überhaupt keine Frauen in der Flugsicherung gibt. Es sind lediglich so wenige, dass sie weniger als 1 % der Belegschaft ausmachen.

Auch Züge fallen aus.

100 % der Lokführer sind Männer, ebenso 100 % der Mitarbeiter, die Bremsen, Signale und Weichen bedienen. 94,4 % der Rangierleiter sind Männer. Selbst wenn Sie auf eine Rangierleiterin träfen, würde das wenig helfen – sie fährt die Züge nicht.

Bei Busfahrern stehen die Chancen etwas besser; dort sind beinahe die Hälfte Frauen.

Doch auf den Straßen herrschte wohl Chaos. Und niemand wäre da, um Ihnen dabei zu helfen.

87,4 % der Streifenpolizisten sind Männer. 96,6 % der Feuerwehrleute sind Männer. 68,8 % der Rettungssanitäter sind Männer. Wenn also alles aus dem Ruder läuft und Sie verletzt werden, besteht immerhin eine gewisse Chance, dass Sie ein Krankenhaus erreichen.

Allzu schwer verletzt sollten Sie allerdings nicht sein: 65,7 % aller Chirurgen sind Männer.

Vielleicht also von zu Hause arbeiten? Im Dunkeln, wohlgemerkt. Ohne fließendes Wasser.

Moment – auch das könnte schwierig werden.

Über alle IT- und Mathematikberufe hinweg sind 74,4 % der Beschäftigten Männer. Netzwerkarchitekten, die unsere digitalen Kommunikationssysteme entwerfen und umsetzen, sind zu 91,9 % Männer. Und 94,2 % der Installateure und Reparaturtechniker für Funk- und Telekommunikationsanlagen sind Männer.

Dieser Plan ist also ebenfalls hinfällig.

Hoffentlich wird es an dem Tag, an dem Männer nicht zur Arbeit erscheinen, weder zu heiß noch zu kalt. Selbst wenn Sie Strom hätten – was nicht der Fall ist – dürfte es schwierig werden, jemanden zu finden, der sich Ihre defekte Klimaanlage oder Heizung ansieht.

98,4 % der Mechaniker und Installateure für Heizungs-, Klima- und Kältetechnik sind Männer.

Nun gut. Vielleicht gehen Sie ins örtliche Café – das ebenfalls keinen Strom hat, aber Logik spielt hier offenbar keine Rolle. Achten Sie darauf, nicht über die wachsenden Müllberge zu stolpern. Denken Sie daran: Die meisten Rettungskräfte sind Männer, und sie haben heute frei. Verletzen sollten Sie sich also besser nicht.

Auch Müllabfuhrkräfte sind überwiegend Männer – 93,4 %, um genau zu sein.

Vorher noch schnell zur Bank, um Bargeld zu holen?

Vergessen Sie es.

Der Automat wurde heute nicht befüllt. 81,5 % der Sicherheitskräfte sind Männer. Und Banken dürften ohne Männer im Dienst ohnehin kaum funktionieren. 72,1 % der Wertpapier-, Rohstoff- und Finanzdienstleistungsberater sind Männer. 72,6 % der Vorstandsvorsitzenden nehmen sich frei, ebenso 70,9 % der Geschäftsführer und Betriebsleiter.

Mit einem Wetterbericht ist heute ebenfalls nicht zu rechnen. Statistisch gesehen sind 0 % der Atmosphären- und Weltraumwissenschaftler Frauen.

Eigentlich sollten Sie heute überhaupt nicht damit rechnen, irgendetwas zu bekommen. In Produktion, Transport und Materialbewegung sind 78,2 % der Beschäftigten Männer. An einem Tag, an dem Männer kollektiv streiken, würde nicht nur kein einziges Gut transportiert – es würde auch keines hergestellt. 82,4 % der Produktionsleiter sind Männer.

Auch nichts würde gebaut oder an Rohstoffen gewonnen – 97,5 % dieser Belegschaft sind Männer.

Nichts würde installiert, gewartet oder repariert – 96,8 % dieser Arbeitskräfte sind Männer.

Wenn Männer kollektiv einen Tag freinehmen würden, gäbe es sofort keinen Strom mehr, keine Kommunikationsmittel, keinen Schutz, kein Wasser, keine Lastwagen, die Lebensmittel und Produkte bringen, die wir als selbstverständlich ansehen – denn diejenigen, die all das bereitstellen, sind Männer.



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