Freitag, Februar 13, 2026

Deutsche Frauenministerin warnt vor einer Generation abgehängter Männer

1. Geht unsere Frauenministerin diesen Fasching als Männerrechtlerin? N-tv berichtet:

Keine guten Leistungen in der Schule, ein schlecht bezahlter Job - und dann noch extremistische Inhalte in sozialen Netzwerken. Bildungsministerin Karin Prien warnt vor einem gefährlichen Mix, der vor allem junge Männer betreffen kann. Sie fordert, sich stärker um deren Bedürfnisse zu kümmern.

Bundesbildungsministerin Karin Prien sieht die Gefahr einer Generation junger Männer, die sich abgehängt fühlt. "Was uns nicht passieren darf, ist, dass wir zunehmend eine Männergeneration bekommen, die sich als Verlierer empfindet und dadurch anfällig für autoritäre Weltbilder und extremistische Inhalte ist", sagte die CDU-Politikerin der "Rheinischen Post". "Als Politik müssen wir jungen Männern zeigen, dass auch ihre Bedürfnisse wahrgenommen werden."

In den USA, in Großbritannien oder in Schweden zeichne sich schon ab, dass junge Männer ins Hintertreffen geraten. "In Großbritannien gibt es quasi keine Lohnlücke mehr zwischen Männern und Frauen. Nicht, weil die Gleichstellungspolitik wirkt, sondern weil die Jungen die Schule häufiger nicht schaffen und in der Folge seltener gut bezahlte Berufe finden", sagte Prien.

"Bei Jungs gibt es außerdem eine höhere Selbstmordrate, sie werden häufiger krank, eher kriminell und neigen mehr zur Gewalttätigkeit. Eine moderne Gleichstellungspolitik darf deshalb nicht nur Frauen, sondern muss auch Männer in den Blick nehmen", stellte die Ministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend heraus.


Auch zahlreiche andere Medien berichten heute Morgen darüber, so etwa "Zeit", Tagesspiegel und Bayrischer Rundfunk. Die Artikel sind gleichlautend und basieren offenbar allesamt auf einer Agenturmeldung der dpa. Damit sind die Themen der Männerrechtsbewegung tatsächlich im deutschen Mainstream angekommen.



2. Und dann gibt es natürlich noch die SPD … Deren Bundesvorsitzende Bärbel Bas hat jetzt laut SPIEGEL eine neue "Kampfansage" rausgehauen. Weil im Parlament von Ruanda der Frauenanteil bei 60 Prozent liege, müsse man schauen, ob nicht in Deutschland Ähnliches möglich wäre:

Um den Frauenanteil im Parlament zu erhöhen, so die Idee der SPD, könnte man quotierte Listen vorschreiben. Das hieße, Parteien müssten einen bestimmten Anteil von Listenplätzen an Frauen vergeben, wie es etwa die Grünen und die SPD bereits freiwillig machen. Manche Genossinnen würden sogar noch einen Schritt weitergehen: Die Anzahl der Wahlkreise könne man drastisch reduzieren, heißt es, dafür könnten Parteien dann in jedem Kreis zwei Kandidaten aufstellen – eine Frau und einen Mann.


Dieses Ansinnen ist mehrfach als verfassungswidrig gescheitert, aber sie können einfach nicht die Finger davon lassen.



3. Morgen droht schon wieder der Valentinstag, der Tag der Liebenden. Die Frauenzeitschrift "Elle" gibt Tipps, wie ihn auch Feministinnen genießen können:

Wir können zum Beispiel unseren Freundinnen hübsche Dessous schenken und Liebesbriefe schreiben. Wir können das Valentinstags-Date auf eine Demo gegen häusliche Gewalt verlegen. Oder wir bestellen uns selbst eine Pizza in Herzformen und zelebrieren bei unserer lieblings Rom Com unsere Selbstliebe.




4. Der Februar trifft eier aktuellen Studie zufolge Frauen am härtesten, was Depressionen angeht, aber Männer werden hier häufig übersehen, weil sie nicht mit Schwermut, sondern Reizbarkeit, Rückzug oder erhöhten Substanzkonsum reagieren.



5. Bundesrichter in den Vereinigten Staaten haben drei Klagen abgewiesen, die den Bestseller-Fantasy-Autor Neil Gaiman beschuldigen, die ehemalige Nanny seiner Kinder in Neuseeland sexuell missbraucht zu haben. Die Urteile beruhten auf Zuständigkeitsgründen, wobei Richter meinten, die Ansprüche sollten in Neuseeland und nicht vor US-Gerichten verfolgt werden. Gaiman zufolge hat die neuseeländische Polizei die Vorwürfe bereits untersucht und sie als unbegründet befunden.



6. Die internationale NGO Equimundo hat ihren Jahresbericht zur Situation britischer Männer vorgelegt. Beispielsweise glauben demnach 63 Prozent von ihnen, dass sich niemand dafür interessiert, ob es ihnen heutzutage gut gehe oder nicht, weshalb sie sich um sich selbst kümmern müssten. Die Hälfte macht sich Sorgen, ob sie zukünftig noch ein Dach über dem Kopf haben werden. Mehr als 40 Prozent haben in den letzten zwei Wochen über Selbstverletzung oder Selbstmord nachgedacht, und über zwei Drittel berichten von Symptomen wie Angstzuständen und Stress. Einer von vieren glaubt, dass sich niemals jemand in sie verlieben wird.



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