Dienstag, Januar 27, 2026

Frauen, die Kinder sexuell missbraucht haben, wünschen sich mehr Unterstützung

1. Ein aktueller Artikel beschäftigt sich mit Frauen, die Kinder sexuell missbraucht haben. Ein Auszug daraus:

Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch mit weiblichen Täterinnen sind verstörend und emotional belastend. Wenn solche Fälle in die Nachrichten kommen, lösen sie häufig Schock und Empörung aus.

Die Beteiligung von Frauen und Mädchen an Fällen sexuellen Kindesmissbrauchs wurde historisch unterschätzt und zu wenig wahrgenommen.

In den Vereinigten Staaten werden rund 7,6 % der bestätigten Fälle von Frauen oder Mädchen begangen, wobei einzelne Bundesstaaten sogar Anteile von bis zu 36 % melden.

In Australien ist die Zahl registrierter Sexualdelikte mit weiblichen Täterinnen von 222 im Zeitraum 2008–09 auf 678 im Zeitraum 2023–24 gestiegen – ein Anstieg um 205 %.

Die öffentliche Aufmerksamkeit hat sich lange auf männliche Täter konzentriert und auf das, was nach der Aufdeckung von Missbrauch geschieht (einschließlich Strafverfolgung, Bestrafung oder eingestellter Verfahren).

Prävention erfordert jedoch, früher anzusetzen und eine andere Frage zu stellen: Was hätte diese Frauen möglicherweise davon abgehalten, ein Kind sexuell zu missbrauchen?

Unsere jüngste australische Forschung könnte darauf einige Antworten liefern.

Wir haben direkt mit 18 Frauen gesprochen, die in drei australischen Bundesstaaten bzw. Territorien wegen sexuellen Kindesmissbrauchs verurteilt wurden.

In diesen Gesprächen ging es nicht um Verharmlosung oder Rechtfertigung, sondern darum, verpasste Gelegenheiten für Unterstützung und Intervention im Verlauf ihres Lebens zu identifizieren, von denen die Frauen selbst glauben, dass sie sie von sexuellen Straftaten hätten abhalten können.

Viele dieser Frauen beschrieben, dass sie lange vor der Tat Hilfe gebraucht hätten. Viele waren selbst mit Missbrauch oder Vernachlässigung aufgewachsen.

Sie berichteten von dem Wunsch nach Beratung, psychischer Unterstützung, Orientierung in Beziehungen sowie praktischer Hilfe bei der Erziehung.

Bei einigen standen diese ungelösten Bedürfnisse und Verletzlichkeiten in engem Zusammenhang mit ihren Erfahrungen in intimen Beziehungen.

Eine Teilnehmerin, die gemeinsam mit ihrem männlichen Partner straffällig geworden war, reflektierte, wie frühe Unterstützung ihre Situation hätte verändern können:

"Es wäre gut gewesen, einfach die Möglichkeit zu haben, früher aus der Beziehung herauszukommen […] also Zugang zu Ressourcen oder Beratung oder irgendetwas. Es kam zu einem Punkt, an dem es einfach zu spät war. Ich steckte fest."

Andere berichteten von wiederholten Versuchen, Unterstützung durch Hilfsangebote zu erhalten, stießen jedoch auf Hürden, die dazu führten, dass sie sich nicht ernst genommen und allein gelassen fühlten. Eine Teilnehmerin erklärte:

"Ich habe wirklich versucht, Hilfe zu bekommen […] sie haben mich einfach abgewiesen, es war, als wollten sie mir nicht helfen."

Einige Frauen wussten zu verschiedenen Zeitpunkten ihres Lebens nicht, welche Unterstützungsangebote es überhaupt gab. Andere sahen sich mit langen Wartelisten oder finanziellen Barrieren konfrontiert.

Mehrere Frauen beschrieben zudem, wie Scham und Angst ihr Schweigen verstärkten, einschließlich der Angst vor Verurteilung oder rechtlichen Konsequenzen. Eine Frau sagte:

"Ich hätte mich öffnen sollen […] aber ich wusste nicht, wie. Es war nicht so, dass ich mehr Menschen zum Reden gebraucht hätte, sondern dass ich hätte wissen müssen, wie ich mit ihnen reden kann."

Zusammen verdeutlichen diese Berichte eine zentrale Schwäche bestehender Präventions- und Frühinterventionsansätze.

Die bloße Verfügbarkeit von Angeboten reicht nicht aus; ihre Zugänglichkeit ist entscheidend. Wenn Menschen Unterstützung nicht finden, nicht bezahlen oder sich nicht sicher an sie wenden können, werden Präventionsbemühungen voraussichtlich scheitern.

Wir erkennen zugleich an, dass nicht alle Menschen Unterstützung suchen werden.

Tatsächlich räumte eine Minderheit der Frauen in unserer Studie ein, dass nichts sie von ihrer Tat abgehalten hätte.

Einige waren sich ihres Hilfebedarfs erst bewusst, als es bereits zu spät war, oder hätten entsprechende Angebote zum damaligen Zeitpunkt ohnehin nicht angenommen.


Nun habe ich in meinen Veröffentlichungen immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass auch ich eines der Probleme bei der Tabuisierung von sexueller Gewalt durch Frauen darin sehe, dass Täterinnen kaum psychologische Hilfe finden, selbst wenn sie das möchten. Trotzdem befremdet mich ein wenig, wie unterschiedlich man sich mit weiblichen und mit männlichen Tätern beschäftigt. Nach meiner guten Erfahrung gestern mit ChatGPT habe ich die KI auch diesen Beitrag einmal analysieren lassen. (Mir ist schon klar, dass Genderama-Leser vor allem an meiner eigenen Einschätzung eines Sachverhalts interessiert sind, aber ich finde es reizvoll, punktuell eine halbwegs neutrale Instanz dazuzunehmen. Vielleicht erreicht der nüchterne Tonfall einer KI ja auch Menschen, die mein oft sarkastischer Tonfall nicht erreicht.)

Das ist die von mir stilistisch minimal geglättete Einschätzung von ChatGPT:

Das ist ein sehr aufschlussreicher Text – nicht wegen dem, was er sagt, sondern wegen dem, wie er es sagt und was konsequent ausgespart bleibt. Gerade im Licht unserer vorherigen Diskussion über Grenzfälle, Moralpaniken und asymmetrische Maßstäbe lässt sich hier einiges sauber herausarbeiten.

1. Auffällige Rahmung: Täterinnen als Präventionsproblem, nicht als Verantwortliche

Der Text ist formal korrekt darin, immer wieder zu betonen, dass nichts "entschuldigt" oder "relativiert" werde. Inhaltlich passiert aber etwas anderes:

* Weibliche Täterinnen werden primär als Personen mit unerfüllten Bedürfnissen, verpassten Hilfsangeboten und strukturellen Benachteiligungen dargestellt.

* Die zentrale Leitfrage lautet nicht: "Warum haben diese Frauen Straftaten begangen?" sondern: "Welche Unterstützung hätte sie davon abhalten können?"

Das ist bemerkenswert, weil diese Perspektive bei männlichen Tätern in vergleichbaren Kontexten systematisch fehlt oder sogar explizit zurückgewiesen wird. Dort gilt häufig: Fokus auf Schuld, Fokus auf Gefahr, Fokus auf Kontrolle und Sanktion.

Hier hingegen: Fokus auf Versorgungslücken, Fokus auf subjektive Not, Fokus auf Zugänglichkeit von Hilfe.

Das ist kein Zufall, sondern ein klassisches Beispiel geschlechtsspezifischer Moralrahmung.

2. Zahlen: korrekt, aber rhetorisch entschärft

Die genannten Zahlen sind ernst zu nehmen:

* 7,6 % weibliche Täter in den USA (mit einzelnen Staaten deutlich höher),

* +205 % Anstieg in Australien über gut 15 Jahre.

Doch was passiert rhetorisch?

* Der starke Anstieg wird nicht als Alarmzeichen interpretiert.

* Es wird keine Rede von "Radikalisierung", "toxischer Weiblichkeit" oder "strukturellem Versagen von Frauen" geführt.

* Stattdessen folgt unmittelbar die Präventionslogik.

Stell dir denselben Text vor, nur mit vertauschten Geschlechtern:

* "Junge Männer mit schwierigen Lebensläufen"

* "unerfüllte emotionale Bedürfnisse"

* "fehlende Unterstützung vor der Tat"

Die öffentliche Reaktion wäre eine völlig andere.

3. Trauma als Erklärung – aber nur in eine Richtung

Der Text betont: eigene Missbrauchserfahrungen, Vernachlässigung, problematische Beziehungen, Scham und Angst vor Hilfe.

All das sind reale, relevante Faktoren. Aber genau dieselben Faktoren tauchen auch in der Biografie männlicher Sexualstraftäter auf – und dort werden sie deutlich restriktiver bewertet:

* Bei Männern gelten sie als Risikofaktoren, nicht als Ansatzpunkte für Empathie.

* Bei Frauen werden sie als verpasste Chancen gesellschaftlicher Fürsorge gelesen.

Das ist kein empirischer Unterschied, sondern ein normativer.

4. Der entscheidende Doppelstandard

Der vielleicht wichtigste Punkt im Kontext unserer früheren Diskussion:

> Weibliche Sexualstraftaten werden als Präventionsversagen gelesen. Männliche Sexualstraftaten als Charakter- oder Ideologieversagen.

Daraus folgen völlig unterschiedliche politische Reflexe:

Bei Männern: Früherkennung, Schulprogramme, Umerziehung, Sicherheitsdiskurse.

Bei Frauen: Zugänglichkeit, Inklusivität, Nicht-Verurteilung.

Das erklärt auch, warum Begriffe wie: "misogynistische Radikalisierung", "toxische Männlichkeit", "Sicherheitsbedrohung" in einem Atemzug mit Jungen und Männern genannt werden, während bei Frauen selbst bei schwersten Gewaltverbrechen keine vergleichbare Begriffsbildung entsteht.

5. Moralpanik? Nein – sondern asymmetrische Fürsorge

Interessant ist: Dieser Text ist keine Moralpanik. Und genau das ist der Punkt.

Er zeigt, wie ein nüchterner, präventiver, lebensgeschichtlich orientierter Ansatz aussieht – wenn er auf Frauen angewendet wird.

Damit entlarvt er indirekt die gegenwärtige Debatte über Jungen und Männer:

Nicht, weil man hier "zu weich" wäre, sondern weil man dort bewusst nicht so denkt.

Die Frage, die sich aufdrängt, lautet daher nicht:

> "Warum sind wir hier so verständnisvoll?"

sondern:

> "Warum verweigern wir genau diese Perspektive systematisch bei Männern?"

6. Konsequenz für die größere Debatte

Wenn man diesen Text ernst nimmt, ergeben sich drei unbequeme Schlussfolgerungen:

- Prävention ist geschlechtsneutral wirksam, wird aber geschlechtsspezifisch gewährt.

- Trauma erklärt Verhalten nicht selektiv, sondern konsistent – oder gar nicht.

- Wer bei Männern Sicherheitslogik fordert und bei Frauen Fürsorgelogik, betreibt keine Prävention, sondern Ideologie.

Oder zugespitzt:

> Entweder wir glauben, dass Menschen vor Taten Unterstützung brauchen – oder wir glauben es nicht. Aber wir können das nicht nach Geschlecht variieren, ohne die Glaubwürdigkeit des gesamten Systems zu zerstören.


Nun hat mir ChatGPT angeboten, den ursprünglichen Artikel gedanklich auf Männer umzuschreiben und die politischen Reaktionen durchzuspielen, sowie zu untersuchen, wie solche asymmetrischen Narrative langfristig Vertrauen in Institutionen untergraben. Wieder konnte ich nicht Nein dazu sagen.

1. Gedankliche Umkehrung: derselbe Text, aber über männliche Täter

Stellen wir uns vor, der Artikel wäre identisch aufgebaut, nur mit vertauschten Geschlechtern:

* Ausgangspunkt: Sexueller Kindesmissbrauch durch Männer ist erschütternd, aber historisch unterschätzt worden.

* Zahlen: Ein signifikanter Anteil der Täter sind Männer; die Fallzahlen männlicher Täter sind stark gestiegen.

* Forschungsansatz: Interviews mit verurteilten Männern, um zu klären, welche Unterstützungsangebote sie früher gebraucht hätten, um Straftaten zu verhindern.

* Zentrale Erklärungsmuster: eigene Missbrauchserfahrungen, emotionale Vernachlässigung, fehlende Beziehungskompetenzen, Überforderung durch Vaterschaft, toxische Beziehungen, finanzielle Unsicherheit, Scham, Angst vor Stigmatisierung.

* Schlussfolgerung: Prävention müsse geschlechtersensibel sein, männliche Risikofaktoren müssten stärker berücksichtigt werden, Angebote müssten sichtbar, niedrigschwellig, nicht wertend für Männer sein.

Was auffällt: In der abstrakten Logik ist das Argument kohärent. Es folgt exakt derselben präventiven Denkweise wie im Originaltext. Dennoch würde diese Version in der realen Debatte als hoch problematisch wahrgenommen werden.

2. Erwartbare politische und mediale Reaktionen

a) Öffentliche Debatte

Ein solcher Text über Männer würde sehr wahrscheinlich so gelesen werden: "Täter-Opfer-Umkehr", "Relativierung von Gewalt", "Verharmlosung sexualisierter Gewalt", "Strukturelle Entschuldigung männlicher Täter".

Die Betonung früher Hilfsbedarfe würde nicht als Prävention, sondern als Rechtfertigungsnarrativ interpretiert.

b) Politische Reaktionen

Wahrscheinliche Dynamiken: Distanzierungen von Ministerien. Forderungen nach klarer Trennung von Täterforschung und Opferschutz. Betonung von Abschreckung, Strafverfolgung und Kontrolle. Ablehnung explizit geschlechterspezifischer Unterstützungsprogramme für Männer.

Kurz gesagt: Der präventive Zugang würde politisch eingehegt oder abgewehrt.

c) Akademische Anschlussfähigkeit

Während beim Originaltext der Begriff "gender-responsive strategies" als progressiv gilt, würde sein männliches Pendant schnell unter Verdacht geraten:

* Anschluss an "Männerrechtsdiskurse"

* Nähe zu Anti-Feminismus-Vorwürfen

* Gefahr der Instrumentalisierung durch politische Ränder

Das gleiche Argument hätte also unterschiedliche Legitimität, abhängig vom Geschlecht der Täter.

3. Asymmetrische Narrative und ihr institutioneller Schaden

a) Entstehung eines doppelten Maßstabs

Wenn für weibliche Täter gilt:

Erklären, verstehen, früh helfen, strukturelle Risiken berücksichtigen

und für männliche Täter:

Verurteilen, sanktionieren, abschrecken

entsteht kein ausgewogenes Präventionssystem, sondern ein moralisch selektives.

Institutionen senden damit folgende implizite Botschaften:

* Schuld ist geschlechtsabhängig interpretierbar.

* Vulnerabilität ist bei einem Geschlecht erklärungswürdig, beim anderen verdächtig.

* Prävention ist nicht universal, sondern normativ gefiltert.

b) Vertrauensverlust bei Betroffenen und Öffentlichkeit

Langfristig führt das zu:

* Erosion rechtsstaatlicher Gleichbehandlung

* wachsender Skepsis gegenüber Forschungsergebnissen

* Wahrnehmung politischer Instrumentalisierung von Wissenschaft

* Rückzug bestimmter Gruppen aus Hilfesystemen

Besonders relevant: Männer mit tatsächlichem Unterstützungsbedarf werden Angebote meiden, wenn sie davon ausgehen, dass ihr Leid nur unter Vorbehalt anerkannt wird.

c) Institutionelle Selbstbeschädigung

Institutionen, die asymmetrisch argumentieren, riskieren: den Verlust epistemischer Autorität ("Das Ergebnis stand vorher fest"), sinkende Akzeptanz präventiver Programme, Polarisierung statt Prävention, sinkende Kooperationsbereitschaft in der Bevölkerung.

Prävention lebt jedoch von Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Universalität. Ohne diese Grundlagen wird sie wirkungslos.

4. Fazit

Die gedankliche Umkehrung zeigt nicht, dass der Originaltext "falsch" ist. Sie zeigt, dass seine argumentative Logik nicht universell akzeptiert wäre.

Genau diese Inkonsistenz untergräbt langfristig:

Vertrauen in Forschung

Vertrauen in Politik

Vertrauen in Institutionen

Vertrauen in den Rechtsstaat


Es ist dieser Vertrauensverlust, der die radikalen Ränder und autokratische Bestrebungen stärkt, nicht irgendeine ominöse "Manosphäre".



2. Menschen, die sich chronisch als Opfer sehen, zeigen laut aktueller Forschung, dass diese Opferhaltung nicht primär mit tatsächlicher Traumatisierung, sondern klar mit verletzlichem Narzissmus zusammenhängt. Verletzliche Narzissten sind hypersensibel gegenüber Kritik, schnell gekränkt, introvertiert und ängstlich, sowie überzeugt davon, dass andere sie missverstehen oder unfair behandeln. Die Opferrolle dient dabei häufig dazu, Sympathie zu gewinnen, Verantwortung abzuwehren oder die eigene Überlegenheit indirekt zu bestätigen.



3. Eine aktuelle Kritik des Gender Inequality Index (GII) der Vereinten Nationen weist darauf hin, dass dieser Index strukturell so konstruiert ist, dass er immer Frauen als benachteiligt ausweist – selbst in Fällen, in denen Männer objektiv schlechter dastehen. Beispielsweise basiert die Gesundheitsdimension ausschließlich auf weiblichen Indikatoren wie Müttersterblichkeit und Geburtenrate unter Teenagerinnen, während männliche Gesundheit unabhängig von realen Sterblichkeits- oder Krankheitsraten automatisch als 100 Prozent gesetzt wird. Auch wird eine niedrigere weibliche Erwerbsbeteiligung wird automatisch als Diskriminierung etikettiert, obwohl Umfragen zeigen, dass viele Frauen nicht Vollzeit arbeiten möchten. Der GII wird weltweit genutzt, um "Sexismus" statistisch zu belegen, politische Maßnahmen zu legitimieren und Forschungsergebnisse zu untermauern . Wenn der Index aber mathematisch nur weibliche Nachteile abbilden kann, führt das zu systematischen Fehlschlüssen.



Beide gerade zitierten Artikel untersuchen, wie Opferstatus konstruiert, wahrgenommen und genutzt wird – einmal auf der Ebene des Individuums, einmal auf der Ebene ganzer Gesellschaften. Die einzelne Person konstruiert ein Narrativ, in dem sie systematisch benachteiligt ist – unabhängig von realen Daten. In beiden Fällen entsteht ein geschlossenes System, das sich selbst bestätigt.



4. Passend hierzu: In der Doku "Silenced" äußert sich Amber Heard zum Prozess gegen Johnny Depp: "Ich habe die Fähigkeit verloren, zu sprechen", sagt die 39-Jährige über die Folgen des erbitterten Rechtsstreits mit ihrem Ex-Mann. "Ich bin nicht hier, um meine Geschichte zu erzählen. Ich will meine Geschichte nicht erzählen. Eigentlich will ich meine Stimme gar nicht mehr benutzen. Genau das ist das Problem."

Nein. DAS ist das Problem. Sich Jahre später noch mal als Opfer zu inszenieren, offenbar in der Hoffnung, dass die Öffentlichkeit die konkreten Hintergründe inzwischen vergessen habe, ist abgründig. Amber Heard hat ganz sicher NICHT die Fähigkeit verloren zu sprechen. Im Unterschied zu vielen realen Opfern verfügt sie sogar über ein Megaphon. Auch in deutschen Medien werden ihre Worte gerade massenweise und komplett unkritisch rauf und runter zitiert.



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