Dienstag, Juni 02, 2026

Studie: Feministinnen mit ihrem Aussehen besonders unzufrieden

1. Eine neue Studie gelangt zu dem Ergebnis, dass die Identifikation als Feministin bei jungen Frauen zu größeren Body-Image-Problemen führen kann. Grund dafür ist eine verstärkte materialistische Einstellung. Feministinnen verinnerlichen demnach häufiger die Vorstellung, dass Erfolg vor allem Wohlstand und Konsum bedeutet. Dies führt zu einer stärkeren Einschätzung des perfekten Körpers als Erfolgsmerkmal, wodurch die Zufriedenheit mit dem eigenen Aussehen sinkt und beispielsweise Selfies häufiger bearbeitet werden, bevor man sie online stellt.



2. Christian Schmidt analysiert den Beitrag einer Feministin, die offenbar gewohnheitsmäßig über Männer herzieht, bis ihr Sohn ihr mitteilt, dass er unter diesem Sexismus leidet: "Mama, wieso ist eigentlich alles, was Jungs machen scheiße, aber alles an Mädchen so toll? Du sagst doch immer, alle Menschen sind gleich viel wert, aber ich nehme dir das langsam nicht mehr ab."



3. Die New York Times hat ein Gespräch über die Krise der Männer veröffentlicht. Eine Kernthese darin lautet: Während die Linke und Mitte vor allem mit Vorwürfen hantieren, füllen rechte Akteure und die Manosphäre das Vakuum und bieten jungen Männern Gemeinschaft, klare Rollenbilder und Anerkennung.

Alle Gesprächsteilnehmer glauben an die These vom "Patriarchat", davon abgesehen äußern sie sich unterschiedlich differenziert. Die Autorin Ruth Whippmann merkt an, dass es im linken Lager gegenüber Männern eine "Halt-den-Mund"-Rhetorik gibt, die so laute: "Deine Probleme sind nicht echt. Sie spielen keine Rolle. Du hast so viele Privilegien, weißt du. Du hast alles. Es ist Zeit, dass alle anderen zu Wort kommen und du still bist." Insgesamt fühlten sich Männer "von allen Seiten mundtot gemacht". Vor allem für Jungen, die während der Hochphase von MeToo in der Pubertät waren, sei es schwierig gewesen, mit dem unaufhörlichen "Männer sind Triebtäter, Männer sind Müll" zurechtzukommen, obwohl vieles davon natürlich richtig sei. Die New-York-Times-Redakteurin gibt zu, dass sie es ebenfalls schwer damit täte, wenn es statt gegen Männer ständig gegen Frauen gehen und sie überall "Frauen sind Müll" hören würde. Typischerweise ist es der männliche Gesprächsteilnehmer, der solche Attacken als "gerechtfertigte Wut" verherrlicht.

Das Gespräch gelangt zu dem Fazit, dass es eine nuancierte, empathische Debatte über Männlichkeit und Feminismus brauche. Statt Männer nur zu kritisieren oder zu ignorieren, sollte die Gesellschaft jungen Männern positive Rollenmodelle und Zugehörigkeit anbieten, bevor extremere Kräfte komplett übernehmen.



4. Ein Bericht an die Regierung von Quebec (Kanada) gelangt zu dem Ergebnis, dass Jungen im Bildungssystem gegenüber Mädchen deutlich schlechter abschneiden und bereits im Kindergarten benachteiligt werden. Einer zitierten Expertin zufolge geschehe dies nicht allein in Kanada, sondern weltweit. Besonders die Schulabbrecherquote liege bei Jungen deutlich höher. Aktuellen Daten zufolge melden junge Männer auch überdurchschnittlich häufig psychische Probleme, wobei Fachleute warnen, dass Bildungsprobleme und psychische Belastungen sich gegenseitig verstärken können.

Der Bericht stellt verschiedene Erklärungen nebeneinander: Eine Position lautet, dass Schulen Jungen nicht ausreichend berücksichtigen und dass ihre Bedürfnisse zu wenig erforscht und unterstützt werden. Eine feministische Autorin wendet ein, dass das nicht so wichtig wäre, weil Männer immer noch überdurchschnittlich viele Machtpositionen in Politik und Wirtschaft innehaben. Davon abgesehen sei die "Manosphäre" ein großes Problem, weil sie Jungen weismache, dass die Welt gegen sie sei.



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