Mittwoch, Juni 03, 2026

Kein Schutz für Männer – Europa berät über Aufnahme von Ukraine-Flüchtlingen

1. Viele Medien berichten, unter anderem der Kölner Express:

Eine drastische Wende in der EU-Flüchtlingspolitik bahnt sich an. Ein neuer Vorschlag könnte dazu führen, dass ukrainische Männer ihren Schutzstatus einbüßen. Eine Entscheidung mit enormer Tragweite.

Die Innenminister der EU diskutieren an diesem Donnerstag eine brisante Angelegenheit: Sollen bestimmte Männer aus der Ukraine zukünftig keinen Schutzstatus mehr in der Europäischen Union erhalten?

Zwei Optionen stehen zur Debatte, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Die derzeitige Schutzregelung für sämtliche Geflüchtete aus der Ukraine ist bis zum 4. März 2027 befristet. Die erste Möglichkeit: eine simple Verlängerung um ein weiteres Jahr. Die zweite Alternative ist jedoch ein echter Kracher.

Der zweite Plan sieht eine Verlängerung der Regelung vor – jedoch mit einer gravierenden Ausnahme: Ukrainische Männer in der Altersspanne von 23 bis 60 Jahren wären dann vom temporären Schutz ausgenommen.

Es gibt aber ein wesentliches Detail: Falls Sie sich jetzt Gedanken machen – die neue Bestimmung würde ausschließlich für Männer gelten, die zukünftig in die EU einreisen. Wer sich schon hier aufhält, wäre davon nicht betroffen.

In einer vorläufigen Besprechung wurde bereits die praktische Durchführbarkeit erörtert. Wie kann das ohne einen riesigen bürokratischen Apparat funktionieren? Ein Gedanke: Ein ukrainischer Stempel im Pass bei der Ausreise könnte ausreichen, um nachzuweisen, dass ein Mann das Land legal verlassen hat. Sollte die Beschränkung kommen, würde sie zudem sehr zügig wirksam werden.




2. Gegen die britische BBC gibt es einen Shitstorm, nachdem sie angekündigt hatte, eine zweiteilige Dramaserie über die Ermordung von Sarah Everard zu produzieren. Everard wurde 2021 von dem Polizeibeamten Wayne Couzens entführt, vergewaltigt und ermordet. Der Fall löste im Vereinigten Königreich eine intensive Debatte über Gewalt gegen Frauen aus. Auslöser des Shitstorms ist die Entscheidung der BBC, den Drehbuchautor Jeff Pope mit dem Projekt zu betrauen: also einen Mann und damit ein Mitglied des Tätergeschlechts. Rund 400 Drehbuchautorinnen wetterten in einem offenen Brief gegen dieses Vorhaben und erklärten, sie seien "wütend" und "geschockt". Die BBC versicherte, dass man Pope nicht allein arbeiten lassen werde, sondern ihn von der Produzentin und Dokumentarfilmerin Kirsty Cunningham beaufsichtigen lasse.



3. Die Partei der Demokraten in den USA hat einen Gesetzesvorschlag eingereicht, der Beschäftigten bis zu zwölf Tage bezahlte Freistellung pro Jahr für Menstruationsbeschwerden gewähren würde. Auch verwandte Probleme wie Symptome der Menopause und Schwangerschaftsabbrüche würden davon erfasst. Auf dieses Gesetz zu verzichten stelle "ökonomische Gewalt" gegen Frauen dar.



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