Die WAHRE Ursache für Gewalt gegen Frauen
1. "Das hier ist wahrscheinlich das kontroverseste Video, das ich jemals gemacht habe", sagt der deutsche Psychologe Varnan Chandreswaran, Doktorand im Bereich der kognitiven Neurowissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum, zu Beginn dieses Videos und äußert seine Angst, für immer "als Frauenhasser gebrandmarkt" zu werden. Danach spielt er – kleine Triggerwarnung – Äußerungen von feministischen Influencerinnen ein, die solche Bedenken offenbar nicht kennen: Sie lassen ihrem tatsächlichen Hass auf Männer, zu dem den sie auch unbekümmert bekennen, freien Lauf.
Offenkundiger Anlass für die gezeigten Entgleisungen ist das Thema "Gewalt gegen Frauen". Varnan untersucht nun die tatsächlichen Ursachen dafür aus einer wissenschaftlichen Perspektive. Er spricht von "unfassbar wichtigen Studien, über die sich niemand traut zu reden" – außer uns Männerrechtlern, könnte man hinzufügen, aber genau deshalb werden wir ja in der Tat zum Feindbild erklärt. Um zu zeigen, dass er das Thema ernst nimmt, schildert Vadran ein eigenes Erlebnis, als eine Frau ihm gegenüber in der Öffentlichkeit sexuell übergriffig wurde.
Bei Varnans Darlegungen, die in bemerkenswerter Gründlichkeit erfolgen, wird die enorme Kluft zwischen den ideologischen Erklärungsmodellen der Hatefluencerinnen und empirischen Forschungsdaten deutlich. Varnan kritisiert, dass kollektiver Männerhass und die Theorie eines allumfassenden Patriarchats oft als moralische Selbstdarstellung dienen, statt dass die Feministinnen brauchbare Lösungen anböten. Tatsächlich liefert die Forschung keine Belege dafür, dass traditionelle Männlichkeitsbilder kausal zu Gewalt führen. Stattdessen identifiziert Varnan robuste Prädiktoren für Gewalt wie eine Vorgeschichte eigener Gewalterfahrungen, Unfähigkeit zur Emotionsregulation und Alkoholmissbrauch. (Ich weiß aus meiner eigenen Forschung, dass Varnan hier richtig liegt.)
Ein weiterer zentraler Punkt des Videos ist Varnans Kritik an Interventionsprogrammen, die auf Umerziehung und dem vermeintlichen "Bewusstmachen männlicher Privilegien" beruhen. In Wahrheit zeigen kontrollierte Studien, dass diese Programme kaum einen Effekt auf die Reduktion von Gewalt haben. Als wirksamere Alternative empfiehlt Varnan verhaltenstherapeutische Ansätze.
Ich setze Youtube-Videos normalerweise an das Ende einer Medienschau auf Genderama, aber dieses hier ist so gelungen, dass es die Spitzenposition der aktuellen Meldungen erhält. Unwillkürlich fragt man sich beim Betrachten, in was für einer kranken Welt wir eigentlich leben: Warum hat Varnan Angst, für seine erhellenden und hilfreichen Darstellungen Ärger zu bekommen und nicht die Frauen, die ungehemmt ihren Rotz verbreiten? Und warum schlagen unsere Leitmedien wegen einer "Manosphäre" die Hände über dem Kopf zusammen, wo höchstens mal konservative Rollenbilder vertreten oder Fitness-Tipps gegeben werden, häufig aber schlicht Aufklärung geleistet wird, wie Varnan das tut, und sehen dem Hass, den Feministinnen online verbreiten, ungerührt zu, ohne dass ihnen das auch nur eine kritische Silbe wert ist?
In der Kommentarspalte unter dem Video zeigen sich die Zuschauer angetan von Varnans Präsentation. "Witzigerweise sind es oft diesselben Leute, die für 'Hass ist keine Meinung' stehen und gleichzeitig Männerhass propagieren", merkt einer von ihnen an, und eine Zuschauerin schreibt: "Ich bin eine Frau und finde diesen Männerhass so ekelhaft, aber wenn ich das ausspreche, [werde] ich ein 'Pick-me-girl' genannt oder ganz schlimm beleidigt." Mehrere Männer berichten von einer eigenen Gewalterfahrung durch ihre Partnerin.
2.
An einem dunklen Winterabend wartet eine Frau allein auf einem verlassenen Bahnsteig auf ihren Zug. Ein Mann kommt hinzu und setzt sich dicht neben sie – eine Situation, die sie beunruhigt und ihr ein Gefühl von Unsicherheit vermittelt. Eine neuartige Anwendung von Lasertechnologie soll genau solche Momente erkennen, unterscheiden können, ob es sich um ein harmloses Verhalten handelt – oder ob eine echte Bedrohung vorliegt.
Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag der BBC über den Einsatz solcher Laser zur Bekämpfung von "Gewalt gegen Frauen". Die Laser sollen "Verhaltensweisen wie Herumlungern oder Verfolgen" sofort erkennen und für Abhilfe sorgen. Sie beruhen auf einer Technologie, die ihre Hersteller bereits einsetzen, um Menschenmengen an Flughäfen und Bahnhöfen zu überwachen.
Weiter heißt es in der BBC-Reklame (viel mehr ist der Beitrag nicht):
Stell dir vor: Auf jenem verlassenen Bahnsteig würde das Lasersystem registrieren, dass jemand bewusst einen der vielen freien Plätze ignoriert und sich unnötig dicht neben die Frau setzt – ein ungewöhnliches, potenziell bedrohliches Verhalten. Das System würde Alarm schlagen, woraufhin Sicherheitskräfte entweder die Überwachungskamera gezielt dorthin lenken oder persönlich nachsehen könnten.
Ich stelle mir vor, ich nähere mich einer Frau an einem Bahnsteig – vielleicht um ein freundliches Gespräch zu beginnen, vielleicht um nach dem Weg oder einer wichtigen Information zu fragen. Daraufhin kommen Sicherheitsleute angerannt. Hm. Und warum wird eigentlich die Mehrzahl der männlichen Gewaltopfer nicht erwähnt?
Dr. Emma Cunningham, Kriminologin an der University of East London, weist darauf hin, dass Technik allein ihre Grenzen hat. Für echte Sicherheit von Frauen brauche es einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel. Es sei normal, dass Frauen ihren Alltag und ihre Wege mit dem Gedanken an mögliche Gefahren planen – genau das müsse aufhören. "Für jene Frauen und Mädchen, die trotz aller Vorsicht angegriffen werden, muss sich die Haltung von Schuldzuweisung an das Opfer hin zu einer klaren Schuldzuweisung an den Täter wandeln", fordert sie. Gewalt gegen Frauen und Mädchen sei eine regelrechte Epidemie – das zeigten besonders die Zahlen häuslicher Gewalt.
Von der Herstellerin des Lasers erfahren wir zuletzt:
Rosie Richardson setzt sich leidenschaftlich für den Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen ein. Den entscheidenden Anstoß für ihren beruflichen Weg gab jedoch ein männliches Opfer: Als sie sieben Jahre alt war, wurde ihr älterer Bruder bei einer Auseinandersetzung auf offener Straße getötet.
3. Eine britische Polizistin wurde zu einem Jahr Haft verurteilt, weil sie eine falsche Anschuldigung sexueller Belästigung gegen einen unschuldigen Kollegen erhoben hatte: lediglich um ihre Verspätung im Dienst zu rechtfertigen. Der Kollege – der dieser Polizistin nie begegnet war – wurde vor den Augen seiner Frau und Kinder verhaftet, als die Familie von einer Hochzeit zurückkehrte.
4. Eine britische Mutter steht vor einer Gefängnisstrafe, nachdem sie zehn Männern fälschlicherweise Vergewaltigung vorgeworfen hat –Behauptungen, die das Gericht als "bösartiges Lügenpaket" bezeichnete. Die Täterin lernte die Männer größtenteils über Dating-Apps kennen. Nach einvernehmlichen sexuellen Kontakten erfand sie schwere Vorwürfe, darunter Vergewaltigung, oft mit zusätzlichen Elementen wie Gewalt, Bedrohung mit einem Messer und Strangulierung.
Keiner der Männer wurde angeklagt. Die Vorwürfe zerfielen durch Widersprüche, Nachrichtenverläufe und andere Beweise. Dennoch verursachten sie erheblichen Schaden: Einer der Männer dachte sogar daran, sich umzubringen. Die Täterin prahlte gegenüber einem ihrer Opfer: "Die Polizei erhebt keine Anklage. Ich bin wieder mal davongekommen. Schon wieder." Die Verteidigung räumte ein, es gebe keine wirklich befriedigende Erklärung; die Täterin zeige "etwas Reue" und "etwas Einsicht", tue sich aber mit voller Verantwortung schwer.
5. Eine US-amerikanische Krankenschwester wurde kürzlich zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie mehrmals Sex mit einem Patienten hatte, der an einem Drogen-Rehabilitationsprogramm teilnahm – was aufgrund der Machtdynamik als sexueller Übergriff gilt – und anschließend den Patienten bezichtigte, sie missbraucht zu haben, um Konsequenzen zu vermeiden.
6. Gegen die Sängerin Sabrina Carpenter gibt es Vorwürfe, weil sie in ihren Videos Gewalt gegen Männer verherrlicht. Während viele Fans die Szenen als übertriebene Satire und theatralische Erzählweise betrachten, argumentieren andere, dass die Bilder eine beunruhigende Doppelmoral widerspiegeln, wie geschlechtsspezifische Gewalt in der Popkultur dargestellt wird.
In einem Kommentar, der in den sozialen Medien veröffentlicht wurde, heißt es hierzu: "Stellen Sie sich vor, ein männlicher Künstler würde ein Musikvideo drehen, in dem Frauen getötet und geschlagen werden. Er würde innerhalb eines Tages gecancelt werden. Aber eine Künstlerin kann Männer töten, und niemand interessiert sich dafür." Der Beitrag verbreitete sich schnell, zog Tausende von Kommentaren nach sich und entfachte erneut Debatten über Geschlechterpolitik in der Unterhaltungsbranche.
Befürworter von Carpenter bestehen darauf, dass die Kritik den theatralischen Ton übersieht, der ihre Musikvideos seit langem prägt. Viele weisen darauf hin, dass übertriebene Rachehandlungen seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Pop-Geschichtenerzählung sind und oft dazu dienen, Herzschmerz, Verrat und Empowerment zu dramatisieren. In Carpenters Fall ähneln die Bilder oft eher einer schwarzen Komödie als dem Realismus. Männliche Charaktere erscheinen in der Regel als Karikaturen toxischer Partner oder arroganter Liebhaber. Ihr übertriebenes Schicksal dient als symbolische Vergeltung für emotionale Misshandlung. Fans argumentieren auch, dass ähnliche Motive in Filmen, Fernsehsendungen und Musikvideos zahlreicher Künstlerinnen auftauchen, ohne dass sie als wörtliche Befürwortung von Gewalt interpretiert werden.
7. Die Post. Einer meiner Leser kommentiert eine Zuschrift, die ich hier gestern veröffentlicht habe und die eine einseitige Darstellung des SWR über die Armut alleinerziehender Frauen hinterfragte. Dazu schreibt mir ein anderer Leser heute:
Hier die fehlende Ergänzung: Neue Düsseldorfer Tabelle: "Unterhaltspflichtige an der Armutsgrenze".
"Der Mindestunterhalt ist 2026 nur leicht gestiegen ... Gleichzeitig bleiben die Selbstbehalte vollkommen unverändert. Insbesondere wird im Selbstbehalt weiterhin pauschal von 520 Euro Warmmiete ausgegangen - gleicher Betrag, gleiches Raster, für ganz Deutschland. Und genau das sei das Problem, so der ISUV [Interessenverband Unterhalt und Familienrecht]. Die pauschalen Wohnkosten treffen unterhaltspflichtige Eltern immer härter. In vielen Regionen seien Mieten in den vergangenen Jahren massiv gestiegen - die Düsseldorfer Tabelle 2026 reagiere darauf jedoch nicht.
'Die Weigerung, Wohnkosten endlich realitätsnah und regionalisiert abzubilden, ist der zentrale Konstruktionsfehler der Düsseldorfer Tabelle', kritisiert ISUV-Bundesvorsitzende Melanie Ulbrich. 'Wer in Ballungsräumen lebt, hat faktisch keine Chance, eine angemessene Wohnung zu mieten, die auch Raum für Kinder beim Umgang bietet. Das behindert bis heute eine gleichberechtigte Betreuung nach Trennung oder Scheidung.'
Gleichzeitig steigen die Lebenshaltungskosten weiterhin: Lebensmittel bleiben deutlich teurer, Energiekosten schwanken, aber sinken nicht auf ein früheres Niveau. Die Düsseldorfer Tabelle bilde diesen Kostendruck nicht ab."
Das alles fällt immer hinten runter, wenn im woken lustigen Männer-Bashing nur davon geredet wird, dass so und so viele Männer den Unterhalt nicht zahlen, der den Frauen doch zusteht. Die Lösung ist einfach: Sie können es nicht!
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