Dienstag, März 31, 2026

Der nächste Generalverdacht: Männer sollen nicht in Kitas arbeiten

1. Ein Kita-Betreuer soll mindestens 15 Kinder missbraucht haben. Nun gibt es dort die Forderung, nach einem generellen Männerverbot mit Statements wie: "Männer gehören nicht in diese Berufe."



2. Die ehemalige Bürgermeisterin von Todtmoos hat keinen Anspruch darauf, nachträglich dasselbe Gehalt wie ihr männlicher Vorgänger und ihr männlicher Nachfolger zu erhalten. Der 4. Senat des Mannheimer Verwaltungsgerichtshof hat jetzt ihre entsprechende Equal-Pay-Klage zurückgewiesen. Zuvor hatte er sich in der Verhandlung vor allem dafür interessiert, ob eine Vergleichbarkeit mit dem Amtsvorgänger gegeben sei. Die Gemeinde hatte dies bezweifelt und dabei unter anderem auf den Rückgang bei der Einwohnerzahl hingewiesen. Als der Amtsvorgänger 1990 ins Amt gekommen war, hatte Todtmoos noch 2300 Einwohner, 2014 waren es knapp 400 weniger. Die Schwierigkeit der Aufgabe sei deshalb nicht vergleichbar gewesen. Der Vergleich mit dem Nachfolger von Fuchs, der trotz weiterhin niedriger Einwohnerzahl vom Gemeinderat sofort in die höhere Gehaltsstufe einsortiert wurde, sei aus rechtlichen Gründen schwierig, fand der VGH.



3. Die Partei Die Linke setzt sich für Obdachlose ein: "Wohnungslose Frauen brauchen Hilfe, und zwar sofort".



4. Das Magazin CICERO bewertet den Miosga-Talk vom Sonntag deutlich kritischer als ich. Ein Auszug benennt einige der offenkundigsten Schwachstellen:

Statt sich dem tatsächlich Entscheidenden zu widmen, verzweigt sich die Debatte schnell ins Unterkomplexe: Gesprochen wird über das Patriarchat, über toxische Männlichkeit, ein konservatives Rollenbild wird monokausal als Auslöser sexualisierter Gewalt im Internet herangezogen. Auch Friedrich Merz erhält seine provisorische Tracht Prügel: Sein Kommentar zur überdurchschnittlichen Repräsentanz ausländischer Tatverdächtiger in Sexualstrafdelikten sei unangebracht, sein fehlendes Mitgefühl gegenüber den oftmals aggressiv auftretenden, männerverachtenden Feministinnen auf der Straße entlarvend.

Das Ganze gipfelt in einer Aussage Crones, die fordert, den Täterbegriff nicht mehr ausschließlich strafrechtlich zu verstehen; so seien ihrer Meinung nach bereits diejenigen "Mittäter", die bei der Äußerung eines sexistischen Witzes auch nur zugehört hätten. Die Aussage, die fassungslos und ungläubig zurücklässt, steht sinnbildlich für eine Sendung, die eine ungeklärte und sich teilweise widersprechende Faktenlage als gegeben ansieht, um Gesetze zu fordern, die eklatante Freiheitseingriffe implizieren.


Auch der Deutsche Richterbund hat sich in der Debatte zu Wort gemeldet:

Der Deutsche Richterbund sieht noch ein weiteres Problem: zu wenig Personal in den Staatsanwaltschaften. Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn sagte unserer Redaktion: "Deepfakes und sexualisierte digitale Gewalt, Abbildungen von Kindesmissbrauch und Fälle von Hasskriminalität nehmen im Netz epidemische Ausmaße an. Angesichts der Dimension des Problems greift die Diskussion um mögliche politische Antworten viel zu kurz." Es sei nicht damit getan, nur über punktuelle Strafverschärfungen und Fortbildungsangebote für Ermittler zu sprechen. Es seien keine Wissenslücken, sondern "eklatante Personallücken" in den Behörden, die eine wirksame Strafverfolgung ausbremsten. "Die Regierenden in Bund und Ländern müssen die Kernaufgabe der Kriminalitätsbekämpfung und des Opferschutzes dringend in den Mittelpunkt ihres Handelns rücken", forderte Rebehn. Ansonsten würden auch weiter Strafverschärfungen weitestgehend verpuffen.


Im Focus schließlich ordnet der Strafrechtler Martin Würfel die aktuellen Entwicklungen ein:

"Vielen Menschen war offenbar gar nicht bewusst, was technisch heute möglich ist und welche Gefahren damit einhergehen", so der Anwalt, der für die renommierte Kanzlei Leitner & Partner tätig ist. Unabhängig von der konkreten juristischen Bewertung sei das Problem real: Solche Manipulationen könnten Betroffenen "massiv schaden".


Zugleich warnt Würfel vor einer Dramatisierung.

Werden Bilder verbreitet, die eine Person in pornografischen Kontexten zeigen sollen, handele es sich juristisch vor allem um eines: ein Ehrdelikt. "Das kann man meines Erachtens problemlos als Beleidigung oder üble Nachrede einstufen", erklärt er.

Zum konkreten Fall sagt der Strafrechtler: "Alles, was Collien Fernandes nach ihren Angaben angetan wurde, ist degoutant, beleidigend und ehrverletzend." Aber: "Es geht dabei nach allem, was man bisher liest, nicht um eine Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Die Begrifflichkeiten verschwimmen in der Diskussion teilweise."

Mit anderen Worten: Der häufig verwendete Begriff einer "digitalen Vergewaltigung" ist aus juristischer Sicht nicht korrekt. Vielmehr gehe es um das, "was man im Volksmund als Rufmord bezeichnen würde".

(…) Ein Punkt wird nach Würfels Beobachtung in der Debatte oft übersehen: die Rolle der großen Plattformen. "Diejenigen, die man eigentlich in die Pflicht nehmen müsste, sind die Plattformbetreiber." Sie verfügten über die technischen Möglichkeiten, Deepfakes zu erkennen und Nutzer zu sanktionieren - würden diese aber bislang nur unzureichend nutzen, sagt der Strafrechtler.


Dieses Übersehen ist auch mir aufgefallen. In der Fachdebatte, was man gegen Deepfakes unternehmen solle, spielen die Plattformen eine große Rolle – in der aktuellen Mediendebatte so gut wie gar nicht. Stattdessen ziehen die Leute gegen vage Begriffe wie "das Patriarchat" zu Felde. Der Grund ist klar: Das Wettern gegen Männer ist bei vielen Feministinnen eingeübt und jederzeit abrufbar; das ernsthafte Einarbeiten in die Materie ist zeitaufwendig und schwierig.



5. Unter der Überschrift "Help wanted: Too many men aren’t working, and it’s affecting all of us" wird darauf aufmerksam gemacht, dass die Zahl der Männer ohne Erwerbstätigkeit inzwischen so groß ist, dass sie inzwischen "allen" schadet, also auch Frauen. Damit gilt: Alarmstufe rot! Die Autorin eines Buchs über dieses Thema warnt: "Das ist furchtbar für die Gleichstellung der Frauen. Aber auch für Männer ist es schlecht. … Für ihre Beziehungen, ihre Kinder und ihre Ehen – und für ihre psychische Gesundheit." Der Artikel erwähnt, dass Männer "zwei- bis dreimal so oft" einen "Tod der Verzweiflung" erleiden wie Frauen, etwa infolge von Alkohol, Drogen oder Selbstmord. Das ist vermutlich schlecht, weil es ebenfalls irgendwie die Gleichstellung bedroht.



6. In Australien gibt es erstmals mehr Männer als Frauen, die beim formalen Bildungsniveau "nach oben heiraten", also einen Partner mit höherer Ausbildung haben. Das gilt insbesondere für jüngere Generationen.



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