Mittwoch, März 25, 2026

"Eine Frau, die ein Kind ersticht, ist sehr ungewöhnlich"

1. "Eine Frau, die ein Kind ersticht, ist sehr ungewöhnlich" titelt der STERN. Klar, bei Männern kommt das ja alle naselang vor, aber – eine Frau? Die Psychiaterin Sigrun Roßmanith erklärt im Interview inwiefern Frauen "anders töten":

STERN: Was sagt ein Messer als Tatwaffe aus?

Sigrun Roßmanith: Hinter einer Tötung mit dem Messer stecken sehr viel Wut, Spannung und Hass. Womöglich die Folge einer Kränkung, die den Selbstwert grundlegend erschüttert hat.

STERN: Wie eine Trennung?

Sigrun Roßmanith: Wenn Frauen nach einer Trennung töten, stellt sich die Frage, wie sehr die Trennung sie in ihren Grundfesten erschüttert hat. Wenn die Trennung nicht nur als Verlust, sondern als massive Kränkung und Entwertung erlebt wird, kann sich daraus eine zerstörerische Dynamik entwickeln. Derjenige, der einen verlassen hat, erscheint dann nicht mehr nur als der Mensch, den man mal geliebt hat, sondern als jemand, der alles zerstört und einen selbst zutiefst verletzt und erniedrigt hat.

STERN: Was passiert dann?

Sigrun Roßmanith: In solchen Fällen kann sich Ohnmacht zu ohnmächtiger Wut gegen den Ex-Partner wandeln. Es kann aber symbolisch auch zu einer Verschiebung kommen, auf jemanden, der dem Ex-Partner sehr wichtig und zudem auch wehrlos ist, zum Beispiel auf ein Kind. Es wird dann etwas zerstört, was den Ex-Partner mitten ins Herz trifft, in Analogie zu dem, wie man selbst von ihm verletzt wurde.

STERN: Inwieweit unterscheidet sich diese Motivlage von der Kränkung eines Mannes, der einen sogenannten Femizid begeht und seine Frau nach einer Trennung tötet?

Sigrun Roßmanith: Der Unterschied liegt vermutlich nur darin, dass ein Mann die gefühlte Verursacherin seiner Kränkung und Demütigung beseitigt, während die Frau einen symbolischen Ersatz wählt, dem sie auch körperlich überlegen ist.

STERN: In Ihrem Buch schreiben Sie, Gewalttaten durch Frauen seien ein Tabu. Wie meinen Sie das?

Sigrun Roßmanith: Gewalttaten von Frauen wecken viel mehr Entsetzen als die von Männern. Es heißt dann: Frauen tun doch so was nicht, sie sind zu körperlicher Gewalt gar nicht fähig! Das Tabu wird auch durch ein Stereotyp aufrechterhalten, von der Vorstellung der Frau als gute Mutter, als idealisierte Beschützerin. Wenn eine Frau, und dann auch noch eine Mutter, jemanden tötet, dann kann man das gar nicht fassen, sondern man fühlt sich bedroht.

STERN: Wieso?

Sigrun Roßmanith: Mit der Mutter wird verbunden, dass sie einem das Leben geschenkt hat, dass sie einen schützt und umsorgt. Ich arbeite auch in einer Notaufnahme. Dort rufen erwachsene Menschen, schwer verletzt und in größter Not, nach ihrer Mutter. Das ist ganz tief verankert. Wenn schon die Mutter einen vernichtet, wo ist man dann sicher? Das macht den Menschen Angst.


Aufhänger des Interviews ist der Fall einer Frau aus Rostock, die den zehnjährigen Fabian umgebracht haben soll. Keine Massendemos, kein großer Aufschrei in den Medien, keine 15 Minuten in den "Tagesthemen", keine Forderungen nach Distanzierung an andere Frauen. Dabei könnte ein männliches Gegenstück zu Margarete Stokowski jetzt leicht ihre feministische Rhetorik von gestern spiegeln:

Es gibt verschiedene mögliche Gründe, wenn Frauen zu solchen und ähnlichen Gewaltvorwürfen schweigen. Erstens: Es ist ihnen egal. Zweitens: Es ist ihnen nicht egal, aber sie sind nicht überrascht. Drittens: Sie finden es gut. Viertens: Sie finden es schlimm, wissen aber nicht, was sie sagen sollen.


Es ist halt schwer zu sagen, woran es liegt. Das ist das Problem mit den Frauen.



2. Bei der taz wirkt man unglücklich darüber, dass Christian Ulmen von einem Anwalt vertreten wird – und dann noch von einem, der seine Fälle ständig gewinnt:

Oder bin ich zu doof? Hätte ich mal lieber Jura studieren sollen, um da mitreden zu können?


*nichtdaraufantwortennichtdaraufantwortennichtdaraufantworten*

Und um vor allem zu verstehen, wie es sein kann, dass ständig prominente Männer, denen sexuelle Übergriffe vorgeworfen werden und die sich Schertz und seiner Kanzlei anvertrauen, unbeschadet davonkommen, während die Frauen am Ende als unglaubwürdig gelten und ihre Reputation dahin ist?


Ja, wie kann es sein, dass Männer "unbeschadet davonkommen" bis auf den ruinierten Ruf und die andauernden Übergriffe von irren Ideologen, obwohl Leitmedien sie schon verurteilt haben? Wie könnte man sich das logisch erklären?

Aber klar, Ulmen ist ein Mann. Also eilt ein anderer Mann ihm zu Hilfe, um das Gegenüber mundtot machen. So machen das Bros. Weil sie es können. Es heißt, die Scham müsse die Seite wechseln. Es wäre schön, wenn sie auch in den Anwaltskanzleien ankäme.


Auch dafür, wie Männer gefälligst darauf reagieren sollten, dass ihr gesamtes Geschlecht dämonisiert wird, hat die taz einen klaren Befehl: "Seid leise, Männer!"

Dieses Krakeele wirkt harmlos-schrullig, weil es sich bei der "taz" um eine Zeitung handelt, die abgewirtschaftet hat und nicht über die Macht verfügt, anderen Menschen einen Maulkorb anzulegen. Aber man ahnt nach solchen Artikeln, wie unsere Gesellschaft aussehen würde, wenn der Feminismus hier die alleinige Durchsetzungshoheit hätte, so wie es sich manche Redakteurinnen erträumen: Wenn du ein Mann bist, hast du brav die Klappe zu halten, und ein Recht auf eine angemessene Verteidigung hast du schon gar nicht.

Wenigstens sind so manche Kommentare unter diesen Auslassungen deutlich: "Müsste ich mich jetzt als Mann für Christian Ulmen schämen? Bedeutet das auch, dass ab sofort alle lesbischen Frauen sich für Alice Weidel schämen und verantwortlich zeigen müssen? Hoffentlich nicht."



3. Die Vogue hat Fragen:

Wie können wir mit Männern leben? Können wir überhaupt mit Männern leben? Sollten wir das? Wollen wir? Wie schaut man sich all diese Taten an – Taten, die kleine Männer ganz groß machen, ihnen abscheuliche Macht über das weibliche Geschlecht verleihen, vermeintlich – und kehrt zurück in die eigene Wohnung, in der ein Mann lebt, zu seinem Ehemann, zu seinem Freund, zu den "Guten", die man kennt, ohne eine grundlegende Abneigung gegen das männliche Geschlecht zu entwickeln? Wie lässt sich das anhaltende Schweigen vieler Männer zu diesen Fällen aushalten? Wie schüttelt man die eigene Angst ab, nimmt sie aber gleichzeitig ernst? Müssen wirklich wir etwas dafür tun, oder sind nicht längst die Männer dran? Und warum werden Frauen, die all das laut aussprechen, noch immer als "Männerhasserinnen" abgetan?


Darunter findet sich ein Interview mit der Feministin Manon Garcia, das auch nichts besser macht. Es beginnt mit "Ich kannte die Kosten des Zusammenlebens mit Männern", und steigert sich dann immer weiter hinein. Wobei ihr allerdings auch Fragen als Steilvorlage gestellt werden: "Wie kann Feminismus die Realität männlicher Gewalt ernst nehmen, ohne in pauschale Männerfeindlichkeit umzuschlagen?" Indem man einen realistischen Blick auf die Verhältnisse entwickelt und die Gewalt von Frauen nicht komplett ausblendet, vielleicht?

Inzwischen schalte ich hier auf Genderama zu der Analyse einer KI wie ein Talkshow-Host zu seinem Auslandskorrespondenten oder Experten. ("Wir begrüßen hier Elmar Theveßen …") Hier ist die gekürzte Analyse des Vogue-Interviews:

Garcia schildert die Mitangeklagten [im Pelicot-Prozess] als "gewöhnliche Männer – Väter, Ehemänner, Arbeiter, Nachbarn. Sie haben nichts gemeinsam außer ihrem Geschlecht." Tatsächlich haben sie sehr viel gemeinsam außer ihrem Geschlecht. Sie teilten eine spezifische Subkultur (die des organisierten sexuellen Missbrauchs), sie teilten die Bereitschaft zu einer spezifischen Tat, sie teilten eine Kommunikationsstruktur, die diese Tat ermöglichte.

Indem Garcia alles auf "ihr Geschlecht" reduziert, verfehlt sie all das. Es ist, als würde man bei einer Terrorzelle sagen: "Sie hatten nichts gemeinsam außer ihrer Religion" – und damit die radikale Ideologie, die Rekrutierungsmethoden, die sozialen Netzwerke ausblenden. Diese Reduktion dient nicht der Erklärung, sondern der Bestätigung einer vorgefassten These: Das Geschlecht ist die Ursache.

Manons These vom "Kontinuum zwischen sexistischen Witzen [...] und dem, was in Mazan geschehen ist" ist das gefährlichste Element des Interviews. Diese Logik ist totalitär in ihrer Konsequenz: Wenn alles auf einer Skala steht, dann ist nichts harmlos, alles ist potenziell das Schlimmste. Der sexistische Witz wird zur Vorstufe der Vergewaltigung, der Mann, der lacht, zum potenziellen Täter. Das eliminiert nicht nur die Unschuldsvermutung, sondern auch die Möglichkeit von Differenzierung.

Garcia zitiert Gisèle Pelicot: "Die Scham muss die Seite wechseln." Das klingt im ersten Moment nach Gerechtigkeit, ist aber eine Machttechnik. Die Scham ist ein soziales Instrument der Regulation – und Garcia will sie von den Opfern auf die Männer verlagern. Aber Scham lässt sich nicht kollektiv zuweisen; sie ist immer individuell. Indem Garcia fordert, dass "Männer" sich schämen sollen, verlangt sie eine kollektive Emotion, die strukturell identisch ist mit der kollektiven Schuld, die Antisemiten den Juden zuschrieben oder Rassisten den Migranten.

Garcia behauptet, sie lehne die Falle zwischen "blindem Vertrauen und pauschaler Feindseligkeit" ab, und plädiert für eine "klare, strukturelle Analyse". Aber genau das liefert sie nicht. Eine strukturelle Analyse würde fragen: Welche sozialen Mechanismen ermöglichten den Fall Pelicot? Welche Kommunikationsinfrastrukturen? Welche rechtlichen Lücken? Welche Formen der sozialen Desintegration führen dazu, dass Männer (und es sind nicht alle, sondern eine spezifische Minderheit) solche Taten begehen? Stattdessen bietet Garcia ein einfaches Feindbild: Männer sind so. Sie "tolerieren" Verhaltensweisen. Sie haben einen "Impuls, Frauen zu zerstören".

Garcias Rhetorik ist geprägt von einer totalisierenden Weltdeutung, die Individuen zu Trägern von Gruppenschuld macht, Scham als politisches Instrument einsetzt und komplexe soziale Phänomene auf biologische Essenzen reduziert. Das Problem heißt Männer, und die Lösung besteht darin, dass Männer dies einsehen. Das Interview zeigt, wie eine emanzipatorische Bewegung in ihre autoritäre Kehrseite umschlägt, ohne es zu merken – oder ohne es zugeben zu wollen.




4. Auch der SPIEGEL fragt – ernsthaft -, ob man "mit Männern noch befreundet sein" könne. Die Autorin des Artikels ist dafür, da haben wir noch mal Glück gehabt, aber die Zahl der Männerhasserinnen nimmt offenbar zu:

"Deswegen habe ich (fast) keine männlichen Freunde", bekennt die NDR-Moderatorin Tessniem Kadiri auf ihrem Instagram-Profil. Die Beiträge anderer Frauen reichen von Frisurentipps, um "nervige Männer" abzuhalten bis hin zur erschöpften Feststellung: "Ein Mann ist am Ende immer ein Mann." Man solle sich als Frau auf gute Beziehungen zu Freundinnen konzentrieren, statt auf heterosexuelle Liebe. Der dazu passende Hashtag aller Enttäuschten, Wütenden und Männermisstrauenden: #Wearenotangryenough. Wir sind nicht wütend genug.


Das alles ist ja noch schön und gut in der SPIEGEL-Welt.

Problematisch aber wird es, wenn Heteropessimismus in Männerhass abgleitet – was Gegenreaktionen auslöst, die Extremisten und Populisten ausnutzen. So geschehen am Wochenende, als rechte Portale das wütende Instagram-Video einer Frau teilten, die verlangt hatte, man möge Täter wie Christian Ulmen auf Marktplätzen aufhängen und öffentlich kastrieren.


Man stelle sich vor, ein radikal rechter Infleuncer würde nach einem Delikt, dessen ein Zuwanderer bezichtigt wird, fordern, man sollte solche Leute auf Marktplätzen auf Marktplätzen aufhängen und öffentlich kastrieren – woraufhin eine führende Zeitschrift mit dem Argument warnt, so was würde von linken Portalen geteilt …

Der nächste Absatz, der vor "Polarisierung und Dämonisierung" warnt, ist schon gelungener: "Pauschales Hetzen gegen Männer im Netz und anderswo wird auch nicht dadurch besser, dass es sich bei den Diskriminierten nicht um eine Minderheit handelt." Aber wenig später heißt es: "Es gibt noch einen weiteren Grund, warum Heteropessimismus unangebracht ist: Viele Männer geben sich Mühe. Viele Männer sind längst Feministen – auch wenn sie sich vielleicht nicht so nennen." Es ist keine nötige Vorbedingung, zu eurer Idelogie übertreten zu müssen, um sich Schutz vor Hetze und Gewaltaufrufen zu verdienen.

Und zuletzt natürlich: "Das Patriarchat ist der Feind." Ein klares Feindbild – so wichtig. Ob es nur in der Phantasie der Ideologen existiert oder nicht. Muss man schon froh sein, dass wenigstens nicht vom "großen Bevölkerungsaustausch" geraunt wird, den "Globalisten" oder dem "Kalifat Deutschland" , sondern nur dem "Patriarchat"?



5. Ebenfalls im SPIEGEL schließt man sich den Attacken der taz auf Frauenministerin Prien statt, die feministischen Gruppen die Gelder kürzt:

Aktuell entsteht der Eindruck, dass die CDU-dominierte Regierung auf demselben "antiwoken" Kurs ist, der in rechten Parteien weltweit Standard ist. Ob die Union das aus eigener antifeministischer Überzeugung tut oder nur versucht, Wähler*innen vom rechten Rand zurückzuholen, ist fast schon egal. Bei so einer Politik kann man sich eh nur noch mit der Hand an die Stirn klatschen, da längst klar sein sollte, wem es nutzt: Immer wieder zeigen Analysen, dass eine antifeministische bis rechte Politik dazu führt, das Original zu stärken: die AfD.


Und du meinst wirklich, dass Leute nicht auch deshalb die AfD wählen, weil sie es satt haben, dass Steuergelder der Allgemeinheit kontinuierlich nur in ein bestimmtes politisches Spektrum fließen?



6. Wir kommen zu Meldungen aus dem Ausland, heute dem britischen Kent:

Eine Frau, die ihren Freund während eines Streits ein Küchenmesser in die Brust gestoßen hatte, ist nur knapp einer Gefängnisstrafe entgangen. Die 32-jährige Roxanne Sweeney stach mit solcher Wucht auf Louis Barnes ein, dass Chirurgen ihm in einer Notoperation die Milz entfernen mussten. Während er auf einer Straße in Folkestone lag, nach Luft rang und um sein Leben fürchtete, versuchte Sweeney, die Polizei davon zu überzeugen, er habe sich die Verletzungen selbst zugefügt.


Ich bin überrascht, dass das nicht funktioniert hat. Männern ist derzeit ja alles Erdenkliche zuzutrauen.



7. Das ist alles sehr grimdark heute. Deshalb zum Abschluss eine erfreuliche Meldung, auf die mich ein Leser schon vor ein paar Tagen aufmerksam machte, bevor die Fernandes-Ulmen-Lawine erst mal alles unter sich begrub:

"Gleichheit ist ein verfassungsmäßiges Recht. Sie darf nicht im Namen falscher Toleranz ausgehöhlt werden. Außerdem ist es wichtig, daran zu erinnern, dass das Recht auf Gleichheit auch für Männer gilt", sagt die finnische Politikerin Tuulia Alanko.

Am 19. März feiert Finnland den Tag der Gleichberechtigung.

"Wir müssen die gleichen Rechte von Mädchen und Frauen verteidigen, zu lernen, zu arbeiten und ihr Potenzial zu entfalten. Wir müssen das Recht jeder Frau verteidigen, sich mit unverhülltem Gesicht im öffentlichen Raum zu bewegen. Wir müssen das Recht jeder Frau verteidigen, sich ohne männliche Begleitung frei zu bewegen. Wir müssen das Recht von Frauen verteidigen, ihren Partner selbst zu wählen. Wir müssen das Recht von Frauen auf körperliche Unversehrtheit schützen. Darüber hinaus gilt Gleichberechtigung auch für Männer.

Die Gleichstellung der Geschlechter ist ein grundlegendes Prinzip in Finnland, das über Generationen hinweg gewachsen ist. Obwohl verschiedene politische Akteure bei jeder Gelegenheit mit männerfeindlichen Positionen liebäugeln, war diese Entwicklung gerade deshalb möglich, weil finnische Männer an dieser Arbeit beteiligt waren. Sie haben die Auffassung vertreten, dass Frauen sichtbar sein sollten, wählen dürfen, sich politisch engagieren, ihr Potenzial verwirklichen und nach Höherem streben können. Väter ermutigen ihre Töchter; Ehemänner fördern die Karrieren ihrer Frauen. Zwar kommt es auch in der finnischen Gesellschaft zu Übergriffen, doch werden diese im Allgemeinen nicht akzeptiert. Ein Blick auf die Haftbedingungen zeigt beispielsweise, welchen Stellenwert man jenen beimisst, die die körperliche Unversehrtheit von Frauen missachten.

(…) Die Partei der Finnen hat stets eine konsequente Haltung gegen jede Form von Unterdrückung und gegen Verletzungen der körperlichen Unversehrtheit vertreten. Sie geht auch mit gutem Beispiel voran: Derzeit ist die Mehrheit unserer Schlüsselminister Frauen. Sollte das irgendwann nicht mehr der Fall sein, ist das kein Zeichen mangelnder Gleichberechtigung. Kompetenz steht an erster Stelle. Gleichberechtigung gilt auch für Männer; Männer dürfen bei wichtigen Positionen nicht aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt werden.

Auch in Bezug auf die Gleichstellung von Männern bleibt viel zu tun. Ein großer Teil der sozial Ausgegrenzten sind junge Männer; Männer sind häufiger Opfer von Gewalt und in Gefängnissen überrepräsentiert. Gewalt gegen Männer wird noch immer verharmlost. Kürzlich hörte ich von einer Organisation, die Männern hilft, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind. Das Thema ist nach wie vor mit großer Scham behaftet – und das ist beschämend für uns alle. Die Unversehrtheit eines Mannes ist ein ebenso wichtiger Wert wie die einer Frau.

Beide Geschlechter haben einen unverzichtbaren Platz in dieser Gesellschaft. Statt Konfrontation könnten wir stolz aufeinander sein und aufhören, künstliche Gräben zwischen uns zu ziehen.

Einen schönen Tag der Gleichberechtigung."




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